Synagogen- und Bücherfest 2026
mit Kurzlesungen zum Thema "Liebe"
Eine schöne Gelegenheit sich auch innerhalb des Vereins in ungezwungener Runde besser kennenzulernen, bot das alljährliche Synagogenfest am Sonntag, 9. August. Traditionell wurde auch ein abwechslungsreicher Bücherflohmarkt vor der Synagoge aufgebaut, bei dem die Dubletten aus den Bücherspenden der Bibliothek zu günstigen Preisen angeboten wurde. Allen Interessierten an jüdischer Literatur, dem Judentum und zu Israel wurde ein reichhaltiges Angebot unterschiedlicher Literatur zu kleinen Preisen angeboten. An die 50 Besucher kamen vorbei, um mitzufeiern.
Bei Kaffee und Kuchen in gemütlicher Runde wurden neue Kontakte geknüpft und alte wieder aufgefrischt.
Um 15 Uhr begrüßte Beatrice Zucker, die Bibliothekarin der Arnold & Friederike Isenberg Bibliothek die Gäste und berichtete vom neusten Stand von über 5.350 Medien, die dem interessierten Leser zur Verfügung stehen. Nach Erläuterungen zur Gliederung des Bücherbestandes stellte sie das diesjährige Motto vor, zu dem anschließend die Kurzlesungen stattfanden. In Anlehnung an das diesjährige Motto des Internationalen Tags der Jüdischen Kultur drehten sich alle vorgestellten Bücher um das Thema "Liebe".
- Auszug aus dem Hohelied der Liebe (gelesen von Sabina Bach-Fecht)
- Die Apotheke der Hoffnung von Amanda Barratt (gelesen von Barbara Falkenstein)
- Liebesgedichte von Mascha Kaléko (gelesen von Beatrice Zucker)
- Die Höhle von Kofmehl (gelesen von Michael Witzorky)
- Rosie und der Urgroßvater von M. Helfer/M. Köhlmeier (gelesen von Rosy Lumsden)
- (Liebes-) Briefe der jungen Anna Seghers (gelesen von Andrea Galler)
- Impressionen zur Heimatliebe "Der Erste - Der Letzte" mit Berthold Auerbach und Josef Eberles Gedicht zu Hermann Lemberger, dem letzten Rexinger Juden
Von der erotischen Liebe in der Bibel, dem jung vermählten Liebespaar, den Liebesgedichten, der tragischen Liebe getrennt im KZ von den Nazis, der Liebe zum Urgroßvater, den Liebesbriefen und der Heimatliebe zeigten die Lesungen die vielen unterschiedlichen literarisch verarbeiteten Ausprägungen der Liebe. Ein abwechslungsreicher Querschnitt durch verschiedene Genres, Zeitepochen und Stilen zeigte die Vielfalt der Arnold & Friederike Isenberg Bibliothek. Die Vorsitzende Andrea Dettling dankte den Lesern und Gästen für Ihr Kommen und lud alle zu den kommenden Veranstaltungen am ersten Septemberwochenende ein, wieder zu kommen.
Ein herzliches Dankeschön an alle Helfer bei Auf- und Abbau, den Kuchenspendern, den Lesern und dem Küchenteam, die alle dieses Fest erst möglich gemacht haben und hoffen, viele bei den kommenden Veranstaltungen wieder zu sehen.