Datenbank Jüdische Familien

Brücken und Freundschaften

Beispiel eines Stammbaums

Mitmachen

Wir freuen uns auf einen Austausch mit anderen Forschern jüdischer Geschichte und unterstützen Nachkommen ehemaliger jüdischer Bürger auf der Suche nach Vorfahren und Verwandten. Bitte nehmen Sie persönlich Kontakt zu uns auf, um einen Zugang zu erhalten.

Kennenlernen

Das Projekt Datenbank Jüdische Familien stellt sich vor

Stammbäume zeigen die Verzweigungen und die Herkunft der Familien über Generationen. Verwandtschaftsbeziehungen können so anschaulich dargestellt werden. Unsere Familiendatenbank soll den jüdischen Familien in aller Welt helfen, ihre Wurzeln zu rekonstruieren. Sie kann auch helfen, die Suche nach Verwandten zu erleichtern.

Mit Hilfe der Familiendatenbank lassen sich neue Brücken und Freundschaften durch die Organisation von Begegnungen zwischen Menschen aus Israel, Amerika und Deutschland aufzubauen. So kann Besuchern aus der ganzen Welt mit Archivunterlagen oder Ahnenlisten geholfen werden, sich ein Bild über das Leben ihrer Vorfahren in Deutschland zu machen.

Zahlen und Daten

Personen > 100.000
Familien > 35.000
Medien 5.800
Orte > 20.000
Quellen > 2.100
Friedhöfe > 40
Benutzer > 230

Top-Familiennamen

Ergänzende Familien-Informationen

Weitere Informationen über einzelne Familien existieren außerdem in Form von:

  • Dokumentationen
  • Familiennachlässen
  • Fotos
  • Geschichten
  • Biographien
  • Quellenhinweisen zu Literatur
  • Archiven
  • Forschungsergebnissen
  • Stammbäumen u.v.m.

Datenschutz

Daten und Inhalte zu lebenden Personen sind geschützt und werden nur in Rücksprache mit den Betroffenen weitergegeben.
Auszüge können in Absprache in Form von GEDCOM-Dateien, Stammbaumgrafiken oder Listen zur Verfügung gestellt werden.

Konzeption einer jüdischen Familiendatenbank

Immer wieder kamen Nachkommen ehemaliger jüdischer Bürger nach Rexingen, um den dortigen Friedhof oder die ehemaligen Wohnhäuser ihrer Vorfahren zu besuchen. In mühevoller Handarbeit erstellte der Verein bis 2012 Stammbäume zu den jeweiligen Familien und versah ihn mit den Grabnummern. Die Projektleiterin erkannte, dass hier eine datenbankgestützte Lösung vielfältige Möglichkeiten bieten könnte. In dreijähriger Forschungsarbeit konzipierte sie eine genealogische Wissensdatenbank für jüdische Familien basierend auf den Personenstandsregistern des Bestands des Hauptstaatsarchivs Stuttgart J386 und der örtlichen Standesamtsunterlagen. Dabei wurden folgende Rahmenbedingungen in der Software entsprechend angepasst:

  • Anpassen der Datenbankstruktur für die speziellen Erfordernisse einer jüdischen Familienforschung mit Anlage individueller Datenbankfelder zur Auswertung von Deportation, Stolpersteine, Grabsteine, Grabnummer, Teilnahme am WKI, WKII, Mitgliedschaft etc.
  • Differenzierte Benutzerberechtigungen, um dem Datenschutz Rechnung zu tragen.
  • Mehrsprachige Anlage, um auch internationalen Nutzung zu ermöglichen.

Bei der Dateneingabe der Personendaten (Geburt, Tod, Eheschließung) wurden auch viele weitere biographische Ereignisse angelegt (Beruf, Aufenthaltsorte, Ausbildung, Auswanderung usw.), um sie mit Dokumenten, Bildern und Medien zu untermauern. Schnell zeigte sich, wie die jüdischen Familien überregional verknüpft waren. Es wurde nach Baisingen, Tübingen, Haigerloch, Hechingen, Rottweil, Breisach, Elsass, USA, Israel geheiratet, umgezogen oder beruflich verbunden.

Ausbau der jüdischen Familiendatenbank für Südwestdeutschland des Gedenkstättenverbund GNA

Nach der erfolgreichen Eingabe sämtlicher Personendaten zeigte sich, dass auch schon sehr viele Personen anderer Orte mit ehemaligen jüdischen Gemeinden enthalten sind. Bei der Jahrestagung der Gedenkstätten von BW im März 2015 in Bad Urach überzeugte die Konzeption der Datenbank auch andere Gedenkstätten (Braunsbach, Breisach, Villingen). Sie schlossen sich dem Projekt an, um die Datenbank als genealogische Wissensdatenbank zu nutzen und um ihre Forschungsergebnisse kostengünstig nachhaltig zu archivieren.
Weitere Mitgliedsinitiativen aus dem Gedenkstättenverbund Gäu Neckar Alb stießen (Tübingen, Haigerloch, Hechingen, Baisingen, Horb, Rottweil, Elsass) hinzu, so dass die Anzahl der verzeichneten Personen auf über 29.000 anstieg.

Ausbau der Öffentlichkeitsarbeit für Erhöhung des weltweiten Bekanntheitsgrads mit Vorträgen

In 2022 haben wir nun über mehr als 100.000 jüdischen Personen mit Wurzeln im Südwesten Deutschlands in der Datenbank: aus Deutschland, Großbritannien, Frankreich, der Schweiz, Österreich, Israel, Südamerika und den Vereinigten Staaten. Um das Projekt der „Jüdischen Familiendatenbank“ weiter regional und auch international bekannt zu machen, ist der Ausbau der Öffentlichkeitsarbeit wichtig. Das Projekt wurde deshalb bei verschiedenen Veranstaltungen vorgestellt, und es wurde um Mitarbeit geworben.
Wir freuen uns über weitere Forschergruppen, die ihre Ergebnisse in die Datenbank einbringen möchten.