Shavei Zion
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"Schawei-Zion"
Shavei Zion (auch Schawei-Zion) bezeichnet ein Dorf in Nordisrael, das 1938 von Juden aus der schwäbischen Gemeinde Rexingen in Baden-Württemberg gegründet wurde. Auch die Dauerstellung "Ort der Zuflucht und Verheißung" in der Ehemaligen Synagoge Rexingen ist diesem Ort gewidmet.
Tradition: Das religiöse Leben in Shavei Zion seit der Gründung der Siedlung 1938
In ihrem Aufsatz „Tradition“ (englisch) beschreibt Judy Temime das religiöse Leben der Siedlung Shavei Zion von den Anfängen bis heute.
Sie beginnt ihren Aufsatz in Rexingen 1938. Beim Gottesdienst in der Rexinger Synagoge, in dem die erste Siedlergruppe 1938 verabschiedet wurde, hielt der Lehrer Seev (Wolf) Berlinger als Sprecher der Siedler eine denkwürdige Ansprache.
Chanukah – die Tradition des Lichterfestes in Shavei Zion
Im Dezember 2013 erschien der erste Aufsatz über das Feiern des Chanukah Festes in Shavei Zion seit den 1940er Jahren. Anlass für den Rückblick war das Anbringen eines neuen Leuchters auf dem denkmalgeschützten Wasserturm von Shavei Zion. Er wird jedes Jahr während des Lichterfestes elektrisch beleuchtet.
Die Autorin zitiert in ihrem Aufsatz "Chanukah" (englisch) Kindheitserinnerungen und schriftlich überlieferte Dorfgeschichten.
Namen und Symbole für Shavei Zion. Teil 1
In ihrem Aufsatz „Name and Symbol: Part 1“ (englisch) beschreibt Judy Temime, wie schwierig die Namensfindung für die neue Siedlung am Mittelmeer war.
Im ersten Teil ihres Aufsatzes erläutert die Autorin die allererste Zeit der Siedlung u.a. mit dem Bau der Baracken und die Werbung für die Auswanderung aus NS-Deutschland.
Hebräisch und Deutsch. Sprachen in Shavei Zion
In ihrem Aufsatz „Hebrew and German“ (englisch) thematisiert Judy Temime die Rolle von Deutsch und Hebräisch in der Siedlung.
Während die Kinder spielerisch und durch ihre guten LehrerInnen schnell Ivrit lernten, taten sich die Erwachsenen meist sehr schwer, sich die neue Landessprache anzueignen.
Transport und Verkehr in Shavei Zion
In ihrem Aufsatz „Transportation and Transport“ (englisch) thematisiert Judy Temime den Aufbau eines Transport- und Verkehrssystems in und um Shavei Zion.
Judy beschreibt, wie nach der Gründung von Shavei Zion die Siedlung an das Verkehrsnetz angeschlossen wurde: Den Bau der Straße nach Shavei Zion mit dem Sand vom Strand, den Aufbau einer Versorgungsstruktur, die Einrichtung einer Buslinie und die innerörtlichen Transporte mit Eselkarren, mit Pferden und Traktoren.
Auch die Versorgung der Siedlung über das Meer während des Unabhängigkeitskrieges wird geschildert.
Das Meer & Shavei Zion
In ihrem Aufsatz „The Sea“ (englisch) beschreibt Judy Temime, wie das Meer das Leben in Shavei Zion in vielerlei Hinsicht geprägt hat und heute noch prägt.
Judy behandelt das Meer als Erholungsraum, als Wirtschaftsfaktor, als Fluchtweg und viele andere mehr.
Die Gärten von Shavei Zion
2015 erschien der Aufsatz über "Die Gärten von Shavei Zion" (englisch). Shavei Zion war in Israel immer berühmt als die grüne Siedlung, die beispielhaft Hecken, Bäume und Gärten in die Dorfplanung mit aufnahm.
Die Autorin beschreibt die grundsätzlichen Überlegungen zum Anlegen von Gärten und die Entwicklung des grünen Shavei Zion.
Winter in Shavei Zion
In ihrem Aufsatz „Winter“ (englisch) thematisiert Judy Temime die für das Leben der Siedlung so wichtige Jahreszeit.
Der Beitrag wird mit schönen Schneebildern ergänzt.
Das Beth Midrasch – ein neuer Raum für die religiöse Gemeinde von Shavei Zion
Judy Temime, die das Ortsarchiv in Shavei Zion leitet, schreibt: Seit Neuestem gibt es unweit der Synagoge ein kleines renoviertes Gebäude, das der Gemeinde für verschiedene Zwecke dient.
Ursprünglich wollte man einen neuen Platz für die zu kleine Küche der Synagoge finden, in der die Vorbereitungen für den Kiddusch am Schabbat oder für andere Festlichkeiten getroffen werden. Daneben gab es den Wunsch von jungen Gemeindemitgliedern – mehrheitlich neu Zugezogenen – nach einer bescheidenen „Studierstube“, die für verschiedene Lehr- und Lernzwecke genutzt werden sollte. Inzwischen konnte man in Shavei Zion das neue „Beth Midrasch“ eröffnen. Es befindet sich in einer alten Betongarage, in der früher militärisches Gerät gelagert und die zuletzt vom benachbarten Kindergarten als Lagerraum genutzt wurde.
In fast kompletter Eigenarbeit haben Einwohner von Shavei Zion den Raum hergerichtet, elektrische und sanitäre Leitungen verlegt, die Wände gestrichen, den Fußboden verlegt und die Küche gekachelt. Ein freundlicher und heller Raum ist entstanden, der auch behindertengerecht angelegt wurde. Die kleine Küche in der Synagoge wird zu einem Toilettenraum umgebaut.
Rabbiner Jehoshua Helman unterrichet im neuen „Beth Midrasch“ Bar und Bat Mizwa KandidatInnen und Erwachsene treffen sich dort abends zu religiösen Studien.
Über die Autorin Judy Temime
Judy Temime, die Archivarin von Shavei Zion, schreibt regelmäßig Berichte zu verschiedenen Themen aus der Ortsgeschichte. Ihre Aufsätze können in der englischen Übersetzung auch hier auf der Website des Synagogenvereins nachgelesen werden. Die englische Version stammt von Judy Temime selbst, die in den U.S.A. geboren und aufgewachsen ist.