Wechselausstellung

Von christlicher Judenfeindschaft

Wechselausstellung im Museum Jüdischer Betsaal Horb

  • Abgelaufen
  • Datum der Veranstaltung SA 15.03. – FR 25.07.2025
  • Uhrzeit der Veranstaltung SA und SO von 14–17 Uhr
  • Ort der Veranstaltung Museum Jüdischer Betsaal Horb
Adresse
Museum Jüdischer Betsaal Horb
Museum Jüdischer Betsaal Horb
Fürstabt-Gerbert-Str. 2
72160 Horb am Neckar
Route finden
Öffnungszeiten
SA und SO von 14–17 Uhr
Eintritt
Eintritt frei
Führungen/Besichtigungen
Führungen auf Anfrage
Gruppenbesuche sind auch außerhalb dieser Öffnungszeiten möglich.

Eine Ausstellung der Evangelischen Kirche Berlin-Brandenburg-schlesische Oberlausitz.

„Judenfeindschaft und antijüdische Generalverdachte waren bis in die Mitte des letzten Jahrhunderts fester Bestandteil christlicher Theologie und kirchlichen Handelns. Sie sind immer noch nicht vollständig überwun- den. Im christlich geprägten Kulturkreis hatte die feindliche Haltung des Christentums gegenüber dem Judentum Folgewirkungen auf Politik, Kultur und Gesellschaft. Deshalb haben politischer Antisemitismus und christlicher Judenhass viele Gemeinsamkeiten.“

Das schreibt der Bischof der Evangelischen Kirche Berlin- Brandenburg-schlesische Oberlausitz, Dr. Christian Stäblein, in seinem Geleitwort zur neuen Wechselausstellung im Museum Jüdischer Betsaal Horb.

Auf 29 Tafeln dokumentiert sie die Muster christlichen Judenhasses und ihre Fortwirkung bis in die Gegenwart. Der Bogen spannt sich vom Mittelalter bis zum rassistischen Antisemitismus in Europa. Die Texttafeln sind reich bebildert mit Kunstwerken aus Kirchen und Museen, an denen die Absurdität der Hassphantasien und die Grausamkeit der Verfolgung und Auslöschung ganzer jüdischer Gemeinden deutlich wird.

Und wo stehen wir heute?

Es ist erschreckend, wie wirkmächtig viele dieser Bilder und klischeehafter Vorstellungen heute noch sind. Noch immer und mehr denn je müssen Synagogen und jüdische Einrichtungen in Deutschland polizeilich geschützt werden. Jüdinnen und Juden, die äußerlich als solche erkennbar sind, laufen in Gefahr, angepöbelt oder angegriffen zu werden. Und das in einem Land, das sich selbst gerne als Weltmeister der „Vergangenheitsbewältigung“ darstellt.

Die Ausstellung soll dazu anregen, antisemitische Stereotype und Vorurteile zu erkennen und zu überwinden.