„Man musste das Kind ja irgendetwas lernen lassen."
Ausbildungswege jüdischer Jugendlicher in Zeiten der Ausgrenzung und Verfolgung im NS-Staat
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Datum der Veranstaltung SO 28.09. – SO 26.04.2026
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Uhrzeit der Veranstaltung SA und SO von 14–17 Uhr
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Ort der Veranstaltung Museum Jüdischer Betsaal Horb
- Adresse
- Museum Jüdischer Betsaal Horb
Museum Jüdischer Betsaal Horb
Fürstabt-Gerbert-Str. 2
72160 Horb am Neckar
Route finden - Öffnungszeiten
- SA und SO von 14–17 Uhr
- Eintritt
- Eintritt frei
- Führungen/Besichtigungen
- Auf Anfrage
Die neue Ausstellung im Museum Jüdischer Betsaal in Horb widmet sich einem weitgehend unbekannten Aspekt der Lokal- und Regionalgeschichte während der NS-Zeit.
Wie sind die jüdischen Familien damit umgegangen, dass ihren Kindern in den 1930er Jahren sukzessive der Zugang zu öffentlichen Schulen verwehrt wurde bzw. dass sie diese verlassen mussten? Welche Überlegungen haben sie geleitet, welche Alternativen haben sie gefunden, welche Möglichkeiten haben jüdische Institutionen in Deutschland und Europa geschaffen, um den Jugendlichen einen geschützten Platz für eine Ausbildung anzubieten?
Der erste Teil der Ausstellung befasst sich mit der Ausgangslage: dem Ausschluss der Kinder aus öffentlichen Schulen, der Situation der jüdischen Schulen, mit Lehrerpersönlichkeiten und Ausbildungsstätten zur Vor-bereitung auf land- oder hauswirtschaftliche Tätigkeiten in der Emigration.
Im zweiten Teil der Ausstellung werden Biografien jüdischer Jugendlicher aus Rexingen, Horb und -Hechingen vorgestellt, die ihre Familien und Heimatorte vorübergehend und schließlich für immer verließen. Sie mussten Berufe erlernen, die sie sich meistens nicht erträumt hatten, die ihnen aber eine Möglichkeit bot, in der geplanten Emigration zu überleben.
Die Ausstellung mit vielen Fotos und Originalzitaten erzählt von dem Mut und der Kraft der Eltern und ihrer Kinder, der Bedrängnis zu trotzen und Mittel und Wege zu finden, für eine ungewisse Zukunft gewappnet zu sein.