Führung

Themenweg "Jüdische Geschichte" in Rexingen

Europäischer Tag der jüdischen Kultur – an 15 Stationen Geschichte erleben

  • Abgelaufen
  • Datum der Veranstaltung SO 03.09.2023
  • Uhrzeit der Veranstaltung 14:00 Uhr
  • Ort der Veranstaltung Ehemalige Synagoge Rexingen
Die jüdischen Männer müssen die Feuerwehr 1933 verlassen
Adresse
Ehemalige Synagoge Rexingen
Freudenstädter Str. 16
72160 Horb-Rexingen
Route finden
Eintritt
Die Führung ist kostenfrei, um Spenden wird gebeten.
Anmeldung
Da die Teilnehmer*innenzahl beschränkt ist, wird um rechtzeitige Anmeldung gebeten:
verlagsbuero@t-online.de
oder Telefon 07451/620689. 
Hinweise
Treffpunkt: Um 14.00 Uhr vor der Ehemaligen Synagoge in Rexingen.
Dauer etwa 2,5 Stunden.

An 15 Stationen werden zehn engagierte Mitglieder des Synagogenvereins abwechselnd die Geschichte der jüdischen Gemeinde erzählen und vom Alltagsleben im katholisch-jüdischen Dorf berichten.
In einem besonderen Schwerpunkt wird auf das Katastrophenjahr 1933 eingegangen.

Rexingen galt der NSDAP bis zur Machtübergabe an Adolf Hitler als „uneinnehmbare Festung“. Mit SA-Kundgebungen, Aufmärschen, dem Hissen von Hakenkreuzfahnen und durch Straßenumbenennungen demonstrierten die neuen Machthaber, dass sie jetzt den Ort in Besitz genommen hatten.
Verhaftungen der politischen Gegner standen auf der Tagesordnung. Aus Gemeinderat, Feuerwehr und Vereinen wurden die jüdischen Mitglieder ausgeschlossen. Der jüdischen Schule wurde die staatliche Finanzierung entzogen.
Die Situation verschärfte sich noch mit der Einsetzung eines kommissarischen Bürgermeisters, der ein begeisterter Anhänger des NS-Regimes war. Er ließ ein riesiges Hakenkreuz am Waldrand über dem Dorf errichten. Es stand für die nächsten zwölf Jahre symbolisch für die neuen Machtverhältnisse in Rexingen und Deutschland.
Der Gang führt durch den Ort und endet auf dem jüdischen Friedhof.
Die Führung ist kostenfrei, um Spenden wird gebeten.