Flößerwasen (Ende Parkplatz)
Schluss zum Rundgang „Horb unterm Hackenkreuz“
- Einleitung (Station)
- Die letzte Station erzählte die Geschichte von Ruth und Heinz Simon Wälder und richtet den Blick besonders auf die Folgen von Verfolgung, Flucht und Deportation für junge Menschen. Der Schluss soll anschließend die verschiedenen Stationen noch einmal zusammenführen und deutlich machen, dass sich die Geschichte der NS-Zeit bis heute an konkreten Orten und persönlichen Lebensgeschichten in Horb nachvollziehen lässt.
- Standort
-
Schillerstraße
72160 Horb (Kernstadt)
Route finden - Dauer (Aufenthalt)
- Ca. 5 Minuten
Standort auf Karte
Historischer Hintergrund
Mit der Geschichte von Ruth und Heinz Simon Wälder endet der Rundgang. Ihre Familie musste Horb 1933 verlassen, lebte anschließend jahrelang auf der Flucht und wurde schließlich 1943 nach Auschwitz deportiert und ermordet. Ruth war 20 Jahre alt, Heinz Simon 17.
Die zwölf Stationen haben gezeigt, dass die nationalsozialistische Herrschaft auch in Horb nicht etwas Abstraktes oder weit Entferntes war. Sie wurde durch Behörden und Institutionen umgesetzt, zeigte sich auf Straßen und öffentlichen Plätzen und griff unmittelbar in das Leben einzelner Menschen und Familien ein.
Hinter Begriffen wie Gleichschaltung, „Arisierung“, „Schutzhaft“, „Rassenschande“, „Euthanasie“ oder Deportation stehen deshalb konkrete Menschen und konkrete Orte. Viele der Gebäude, Straßen und Plätze, an denen der Rundgang vorbeiführt, gehören heute selbstverständlich zum Horber Stadtbild. Ihre Geschichte ist jedoch Teil dessen, was sich hier zwischen 1933 und 1945 ereignete.
Der Rundgang endet hier – die Geschichten der Menschen, an die diese Orte gebunden sind, jedoch nicht. Ihre Geschichten sind bis heute Teil der Stadt.
Der Rundgang ist ein Angebot des Träger- und Fördervereins Ehemalige Synagoge Rexingen e. V. Der Verein beschäftigt sich mit der jüdischen Geschichte von Horb und seinen Ortsteilen und betreut unter anderem die Ehemalige Synagoge Rexingen und das Museum Jüdischer Betsaal Horb als Gedenk- und Lernorte. Auf der Website des Vereins finden sich weitere Informationen zu den Erinnerungsorten sowie zu Führungen und Bildungsangeboten.