Flößerwasen (Start Parkplatz P17)
Einleitung zum Rundgang „Horb unterm Hackenkreuz“
- Introduction (station)
- Der Rundgang besteht aus zwölf Stationen, die unterschiedliche Formen nationalsozialistischer Herrschaft und Verfolgung in Horb zeigen. Dabei wechseln sich Stationen zu politischen und institutionellen Strukturen mit Stationen zu einzelnen Personen und Familien ab.Der Rundgang beginnt mit dem ehemaligen jüdischen Betsaal und den Novemberpogromen 1938. Der Einstieg soll zunächst zeigen, dass nationalsozialistische Gewalt und Verfolgung auch unmittelbar in Horb stattfanden, und in die zentralen Themen des Rundgangs einführen.
- Location
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Schillerstraße
72160 Horb (Kernstadt)
Find route - Duration (stay)
- approx. 5 Minutes
Standort auf Karte
Historischer Hintergrund
Zwischen 1933 und 1945 veränderte die nationalsozialistische Herrschaft auch das Leben in Horb am Neckar grundlegend. Ausgrenzung, Entrechtung und Verfolgung fanden nicht nur an weit entfernten Orten statt, sondern mitten in der Stadt – in Wohnhäusern, Behörden, Geschäften, auf öffentlichen Plätzen und in Gefängnissen.
Der Rundgang „Horb unterm Hakenkreuz“ führt zu Orten, an denen diese Geschichte bis heute sichtbar und nachvollziehbar wird. Die einzelnen Stationen zeigen unterschiedliche Formen nationalsozialistischer Herrschaft und Verfolgung: von der Zerstörung jüdischen Lebens während der Novemberpogrome über die Gleichschaltung der Stadtverwaltung, wirtschaftliche Ausplünderung und politische Verfolgung bis hin zu Zwangsarbeit, sogenannter „Rassenschande“, den nationalsozialistischen Krankenmorden sowie Deportation und Ermordung.
Im Mittelpunkt stehen dabei immer wieder die Menschen, die in Horb lebten, arbeiteten und Teil der Stadtgesellschaft waren. Ihre Geschichten zeigen, wie tief die nationalsozialistische Politik in den Alltag und das persönliche Leben eingriff.
Der Rundgang lädt dazu ein, Horb aus einer anderen Perspektive zu betrachten und sich an den historischen Orten mit den Menschen auseinanderzusetzen, deren Leben durch die nationalsozialistische Herrschaft verändert, zerstört oder beendet wurde.
Das passt auch sehr schön dazu, dass du im Rundgang bewusst von den Strukturen immer wieder zu einzelnen Menschen gehst – etwa zur Familie Esslinger, deren Wohn- und Geschäftshaus für jüdisches Leben in Horb steht, bevor Verfolgung, Verlust des Hauses und Deportation folgten.