03. Februar 2019 in Veranstaltungen

Häuser des Lebens. Die jüdischen Friedhöfe von Horb – Tod und Trauer im Judentum.

Der jüdische Friedhof von Mühringen
Der jüdische Friedhof von Mühringen
Art: Ausstellung
Datum: 17. Februar bis 28. Juli 2019
Zeit: Samstags und sonntags von 14.00 bis 17.00
Ort: Museum Jüdische Betsaal Horb, Fürstabt-Gerbert-Str. 2

Was bedeutet Schiwa-Sitzen, was ist eine Chewra Kaddischa, wer begeht die Jahrzeit und wo genau liegen die sechs jüdischen Friedhöfe von Horb? Um diese und viele andere Fragen dreht sich die neue Ausstellung im Museum Jüdischer Betsaal.

In Wort und Bild werden die verschiedenen Friedhöfe mit ihren Besonderheiten vorgestellt. Man erfährt, wie eine Beerdigung in Rexingen vor 90 Jahren vonstatten ging, kann das handschriftliche Testament der Mühringerin Mathilde Perlen von 1880 und die letzten Einträge von 1942 im Rexinger Grabregister studieren.

Entwendete und wiedergefundene Grabsteine, Scherben von Grabplatten und andere Zeugnisse von Verwüstungen auf den Friedhöfen während der Nazi-Zeit erzählen ihre eigene schmerzliche Geschichte.

Viele Fotos, Dokumente und originale Exponate erinnern an eine Lebenswelt, in der Kinder, alte und kranke Menschen meist im Kreis der Familie und unter Anteilnahme der gesamten Gemeinde starben und zu Grabe getragen wurden.

Zur Ausstellungseröffnung am 17. Februar 2019 um 16.00 Uhr spricht Rabbiner Yehuda Pushkin aus Stuttgart über die heutigen Beerdigungsriten, über den Umgang der Hinterbliebenen mit Tod und Trauer und über Fragen des Jenseits.

 

Gäste: Rabbiner Yehuda Pushkin aus Stuttgart kommt zur Eröffnung der Ausstellung.
Eintritt: frei
Adresse: Fürstabt-Gerbert-Str. 2, 72160 Horb
Weitere Informationen: Eröffnung der Ausstellung am Sonntag, 17. Februar 2019 um 16.00 Uhr.